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Geschrieben von: Lena
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„Dr. House“, „In aller Freundschaft“ und natürlich „Grey's Anatomy“ - all diese Serien stehen für einen öffentlichen Hype rund um den Beruf Arzt. Vor allem die weiblichen Zuschauer sind immer wieder davon fasziniert, was man nicht so alles in einer ganz normalen Klinik erleben kann und überlegen nicht selten, auch ein derartiges Studium aufzunehmen – um der guten Quote attraktiver Chefärzte wegen.
Und was all diese Serien außerdem verbindet, ist die Tatsache, dass das, was eigentlich Hauptaufgabe eines Arztes sein sollte, zunächst einmal hinten an steht. Gut, alle fünf bis zehn Minuten wird mal ein Verletzter in das TV-Krankenhaus eingeliefert und so mancher Komparse musste schon sein Leben lassen, weil eine OP laut Skript nicht so verlief wie geplant. Doch sobald auch nur ein Hauch von Realität aufkommt, steht wieder die eigentliche Story im Zentrum: Die große Liebe im sterilen Krankenhaus. Dass die Realität meistens ganz anders aussieht, wird medial jedenfalls oft verschwiegen. Landärzte müssen um ihre Patienten bangen, medizinische Tipps kann man sich mittlerweile auch ganz einfach aus dem Netz holen und wegen eines Schnupfens geht heute schon keiner mehr zum Arzt.
Warum scheinen medizinische Berufe trotzdem so viel Erzählstoff à la Hollywood zu bieten? Vor allem sind es die Traumvorstellungen der Zuschauerinnen. Ein Arzt strahlt etwas aus, was in keinem anderen Beruf zu finden ist: Er ist der Retter, der Heiler, der Einzige, von dem sich Frauen etwas sagen lassen („Machen Sie sich bitte frei!“, „Wenn wir hier noch ein bisschen Fett wegnehmen, sehen Sie gleich viel jünger aus!“) und gleichzeitig ist er unglaublich fürsorglich, vertrauensvoll und intelligent. Kein Wunder also, dass die Serien seit Jahren so erfolgreich sind – auch ganz ohne allzu realistische Züge. |