Beruf und Privates trennen - Bei der Partnersuche „Arzt bevorzugt“?
Geschrieben von: Lena   

Im medizinischen Bereich angestellt zu sein, heißt nicht nur, dass man eine ganze Menge Verantwortung mit sich tragen muss, es bedeutet in erster Linie auch, Abstriche im Privatleben zu machen – vor allem bei der Partnersuche. Das liegt besonders daran, dass man keine geregelten oder regelmäßigen Arbeitszeiten hat, worunter auch der Tagesrhythmus leidet, und, dass die meisten potentiellen Partner genau damit ihre Schwierigkeiten haben. Sollte man also bei der Auswahl des richtigen Partners auch auf dessen Berufsstand achten, um sich späteren Stress zu ersparen? Und lautet das Motto dann „bei der Partnersuche Arzt bevorzugt“?

Einen Vorteil hat es jedenfalls, wenn man eine Beziehung mit einem Arzt führt, denn immerhin gehören Akademiker mit einer medizinischen Ausbildung immer noch als die Angestellten mit dem höchsten Verdienst. Doch abgesehen vom Geld und etwaigen Vorteilen, könnte es auch einige Konsequenzen haben, bei der Partnersuche vor allem nach jemandem zu suchen, der die gleichen Arbeitszeiten hat: Man sieht sich mitunter noch weniger. Optimal ist das natürlich auf keinen Fall – außer wenn man im selben Krankenhaus oder der gleichen Praxis arbeitet. Der Haken ist dann allerdings, dass man sich überhaupt nicht mehr aus dem Weg gehen kann. Und wie war das noch gleich mit „Beruf und Privates immer trennen“...?

Nun, schon beim Aufzählen all dieser Vor- und Nachteile eines medizinischen Berufs wird deutlich, dass die Partnersuche eine Art Sonderposten erhält. Es ist nicht einfach, neben einem derart nervenzehrenden Job auch erfolgreich auf Partnersuche zu gehen. Fest steht, dass man bezüglich des Berufs des Partners genau überlegen, aber nicht alles davon abhängig machen sollte. Schließlich ist die Liebe eben ein unordentliches Gefühl, um es mit den Worten Richard David Prechts zu sagen, und höchst unberechenbar außerdem.